Frankfurt am Main-Zeilsheim

Berichte

03.11.2006

Zum Ju­beln schön war der Zeils­hei­mer Ju­bi­lä­ums­nachmittag

Xy­lo­phon­spie­ler Dirk Schef­fel be­geis­ter­te das Publikum

Seit ei­nem Vier­tel­jahr­hun­dert be­reits heißt es an je­dem ers­ten No­vem­ber-Frei­tag ei­nes Jah­res: „Auf geht`s zum Zeils­hei­mer Nach­mit­tag!“: Die­se be­lieb­te Tra­di­ti­ons­ver­an­stal­tung ist aus dem schö­nen Stadt­teil nicht mehr weg­zu­den­ken und fes­ter Pro­gramm­punkt im prall ge­füll­ten Ver­an­stal­tungs­ka­len­der des Zeils­hei­mer Ver­eins­rings. In die­sem Jahr wa­ren die Er­war­tun­gen be­son­ders hoch ge­spannt, schließ­lich fei­er­te der Zeils­hei­mer Nach­mit­tag sein „Sil­ber­nes“ Ju­bi­lä­um. Und der Ver­eins­ring mit sei­nem Vor­sit­zen­den Bernd Bausch­mann an der Spit­ze hat­te kei­ne Mü­he ge­scheut und wah­re Her­ku­les­ar­beit ge­leis­tet, um den Ju­bi­lä­ums­nach­mit­tag zu ei­nem ganz be­son­ders at­trak­ti­ven Er­eig­nis wer­den zu lassen.

Der gro­ße Saal der Stadt­hal­le war fast aus­ver­kauft und Ver­eins­ring-In­si­der be­rich­te­ten, so ei­nen Rie­sen­an­drang ha­be es bis­her noch nie ge­ge­ben. Der mu­si­ka­li­sche Auf­takt mit Mi­cha­el Kunz, der wie ge­wohnt wie­der mit zwei zu­sätz­li­chen So­lo-Dar­bie­tun­gen bril­lier­te, ver­setz­te das Pub­li­kum gleich zu Be­ginn in hei­te­re Stim­mung. Imm­er wie­der ein Ga­rant für bes­te Un­ter­hal­tung wa­ren auch in die­ser viel­ap­plau­dier­ten Ver­an­stal­tung der Volks­chor Tha­lia und die Se­nio­ren­gym­nas­tik­grup­pe der SG Nied. Stür­mi­sche Be­geis­te­rung gab es für den Xy­lo-Ac­ti­on-Künst­ler Dirk Schef­fel, der dem er­staun­ten Pub­li­kum zeig­te, wie man auch mit ei­ner Mund­har­mo­ni­ka Du­del­sack spie­len konnte.

Die Sehn­sucht führ­te Star­gast Brink nach Zeilsheim

Und dann kam er – Star­gast Bern­hard Brink! Ge­stylt im pech­schwar­zen Rock-Pop-Look, ver­sprüh­te der Künst­ler Tem­pe­ra­ment und Char­me. „Die Sehn­sucht führ­te mich nach Zeils­heim“, schmach­te­te er char­mant und ver­si­cher­te mu­si­ka­lisch: „Am al­ler­liebs­ten lieb` ich dich“. Dann be­klag­te er mu­si­ka­lisch: „Erst machst du auf Lie­be, dann machst du die Flie­ge“. Und all­zu gern hät­te er mit je­dem Gast Brü­der­schaft ge­trun­ken – da wä­re er je­doch bei über 800 Be­su­chern in Zeit­not gekommen.

Ben­ny Ma­ro, all­seits be­lieb­ter All­round­künst­ler, hat die Ju­bi­lä­ums­ver­an­stal­tung amü­sant mo­de­riert und mit So­lo-Dar­bie­tun­gen be­rei­chert, so z.B. als Za­rah Le­an­der, Jo­han­nes Hees­ters und Heinz Rüh­mann („wo­zu ist die Stra­ße da – zum Mar­schie­ren – na­tür­lich nach Zeilsheim!“).

25 Jah­re Zeils­hei­mer Nach­mit­tag im Rückblick

In sei­ner Be­grü­ßungs­an­spra­che hat­te Ver­eins­ring­vor­sit­zen­der Bausch­mann `25 Jah­re Zeils­hei­mer Nach­mit­tag` per Bil­der-Schau Re­vue pas­sie­ren las­sen. Und so wur­den bei den Stamm­gäs­ten an­hand der groß­for­ma­ti­gen Bil­der vie­le Er­in­ne­run­gen ge­weckt und den Be­su­chern, die den Zeils­hei­mer Nach­mit­tag bis­her nur aus jüngs­ter Ver­gan­gen­heit ken­nen, an­schau­lich die bun­te Pro­gramm­viel­falt des ver­gan­ge­nen Vier­tel­jahr­hun­derts demonstriert.

Bausch­manns herz­li­cher Dank galt al­len Spon­so­ren, oh­ne de­ren Un­ter­stüt­zung ei­ne Ver­an­stal­tung die­ser Qua­li­tät nicht mög­lich wä­re. Wei­ter dank­te er sei­nen Ver­eins­kol­le­gen und den vie­len Hel­fern beim Auf- und Ab­bau für de­ren nim­mer­mü­de Un­ter­stützung.

Grußworte

Stadt­rat Uwe Bec­ker über­brach­te Grü­ße und Glück­wün­sche von Ober­bür­ger­meis­ter­in Pe­tra Roth und dem Ma­gis­trat. In sei­nem Gruß­wort be­dau­er­te Stadt­rat Bec­ker, dass das Al­ter all­zu oft un­ter Kos­ten­as­pek­ten ge­se­hen wer­de. Er plä­dier­te da­für, das Al­ter un­ter Chan­cen und Mög­lich­kei­ten zu se­hen. Die Viel­falt im Al­ter sei ein gro­ßer Ge­winn. Als So­zi­al­de­zer­nent set­ze er sich nach­drück­lich für ein in­di­vi­du­el­les Le­ben in Wür­de ein und be­für­wor­te den Wunsch al­ter Men­schen, so lan­ge wie mög­lich im ei­ge­nen Um­feld zu bleiben.

Grü­ße und Glück­wün­sche vom `Nach­barn`, der In­fra­serv Höchst und dem In­dus­trie­park Höchst, über­mit­tel­te Wolf-Rü­di­ger Ul­rich. Er sei be­ein­druckt von der Leis­tung des Ver­eins­rings Zeils­heim, führ­te Wolf-Rü­di­ger Ul­rich aus. Er ver­si­cher­te, dass In­fra­serv auch künf­tig den Dia­log mit den Ver­ei­nen fort­set­zen wol­le und de­ren Be­mü­hun­gen um die Ge­stal­tung des ge­sell­schaft­li­chen Le­bens und die För­de­rung der zwi­schen­mensch­li­chen Be­zie­hun­gen un­ter­stüt­zen werde.

Mit­ge­fei­ert ha­ben auch Ver­eins­ring­eh­ren­vor­sit­zen­der und Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Al­fons Ger­ling (der den 1. Zeils­hei­mer Nach­mit­tag aus der Tau­fe ge­ho­ben hat­te), Man­fred Ruhs (Vor­stand der Volks­bank Höchst), Stadt­rat Hans-Die­ter Bür­ger, CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der im Rö­mer Mar­kus Frank, Frank­furts SPD-Chef Franz Frey, Ul­rich Bol­ler von Cla­ri­ant so­wie zum ers­ten Mal Hen­ning Brandt (Lei­ter der Ver­wal­tungs­stel­le Höchst und (fast) neu­er `Bür­ger­meis­ter` von Höchst) und sein Vor­gän­ger Ma­gis­trats­di­rek­tor Die­ter Butz.

Vormerken:

Die nächs­te Fei­er steht auch schon auf dem Pro­gramm. Am 13. Ja­nu­ar fei­ert die Stadt­hal­le Zeils­heim ih­ren 25. Ge­burts­tag mit ei­nem Ga­la-Abend und dem Kon­zert „Mund­art de­lu­xe“. Ein at­trak­ti­ves Pro­gramm zum güns­ti­gem Ein­tritts­preis, wenn das nicht ein Grund zum Fei­ern ist.

Quelle: www.frankfurt-live.com